|
1.Jahr
Im 1. Ausbildungsjahr werden die theoretischen und praktischen
Grundlagen der Klassischen Homöopathie vermittelt: das
Simile-Gesetz („Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt“),
das Wesen der Krankheit und der Wirkungskraft von Arzneimitteln, die
Herstellung und Dosierung homöopathischer Arzneimittel (Verreibung,
Potenzierung), die Fallaufnahme (Anamnese) und die Erstverschreibung. Hahnemanns „Organon“ wird
dabei unsere zuverlässige Grundlage sein.
Zur Anamnese werden Gruppenübungen
durchgeführt, und die Dozenten demonstrieren ihre individuelle
Vorgehensweise anhand von Live-Anamnesen. An einem Wochenende
wird in das wichtigste Hilfsmittel des Homöopathen,
das Repertorium, eingeführt. Wir arbeiten
im 1. Jahr mit dem zur Zeit gebräuchlichsten Repertorium,
dem „SYNTHESIS“.
An einem anderen Wochenende werden wir in der Gruppe einen
Stoff zu einer homöopathischen Arznei im großen
Mörser per Hand verreiben und uns dabei mit unserem
ganzen Wesen der Arzneikraft annähern, um sie mit allen
Sinnen selbst zu erfahren.
 |
Im 1. Jahr steht
die Behandlung akuter Krankheiten im
Vordergrund, um den Teilnehmer(inne)n einen frühen
Zugang zur Praxis zu ermöglichen. Die Abfolge der
ausführlich behandelten Arzneimittel ist so gewählt,
dass auf einige Mittel mit einem großen Anwendungsspektrum
eine Differentialdiagnose (z. B. „Grippaler
Infekt“, „Mittelohrentzündung“)
folgt, in der auf die bereits besprochenen Mittel vergleichend
zurückgegriffen wird und „kleine“, spezifische
Mittel ergänzt werden. |
Durch diese Wiederholungsschlaufen wird die Kenntnis der „großen“ Mittel
vertieft, und die Teilnehmer(innen) gewinnen unmittelbar
anwendbare Kenntnisse.
2.Jahr
Im 2. Ausbildungsjahr werden die Grundlagenkenntnisse vertieft:
Wir beschäftigen uns mit der Folgeverschreibung und der Verlaufsbeurteilung, üben
immer wieder die Fallaufnahme und das Repertorisieren anhand von Fallbeispielen
und Live-Anamnesen. An einem Wochenende wird der Umgang mit einem zweiten,
von erfahrenen Homöopathen wegen seiner größeren Praktikabilität
zunehmend beliebten Repertorium (von Clemens von Bönninghausen)
geübt.
 |
Der Schwerpunkt des 2. Ausbildungsjahres liegt auf
der Behandlung chronischer Krankheiten.
Es geht insbesondere um den Umgang mit Therapieblockaden,
deren Ursachen häufig Erbbelastungen („Miasmen“) sind:
Psora, Tuberkulinie, Sykose, Syphilinie und Krebs.
Jedem Miasma und seinen Hauptmitteln ist ein Wochenende
gewidmet.
In beiden Ausbildungsjahren zusammen werden
ca. 45 Arzneimittel ausführlich und ca. 55 Arzneimittel
kürzer, meist im Rahmen von 11 Differentialdiagnosen
besprochen.
|
Zum Theorie-Teil sowie zu den Arzneimittelbildern gibt es eigene
Scripte (ca. 300 S.), die ein Nacharbeiten ermöglichen.
Wer besser durch Hören lernt oder einen Vortrag versäumt
hat, kann Hör-Cassetten mit unseren
Arzneimittelvorträgen ausleihen.
|